Blutegel in der Veterinärmedizin
Die Anwendung von Blutegeln beschränkt sich nicht nur auf den Menschen. Die Hirudotherapie hat auch in der tierärztlichen Praxis eine Tradition, wo sie vor allem als ergänzender Ansatz bei verschiedenen Beschwerden von Tieren eingesetzt wird.
In der Fachliteratur und in der tierärztlichen Praxis werden Blutegel zur Unterstützung der Genesung nach bestimmten operativen Eingriffen, bei Problemen mit der Durchblutung von Geweben sowie bei einigen chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates erwähnt. Eine besonders lange Tradition hat ihre Anwendung bei Pferden, wo Blutegeltherapien noch heute in zahlreichen Ländern verbreitet sind.
Die Erfahrungen von Tierärzten und Therapeuten zeigen, dass viele Tiere die Therapie gut vertragen. Häufig beruhigen sie sich während des Vorgangs und lassen zu, dass die Blutegel ihre Arbeit mit minimalem Eingreifen verrichten.
Bei Tieren ist nach der Therapie eine kürzere Blutung an der Bissstelle üblich, deren Dauer von der Tierart und der Applikationsstelle abhängt.
In verschiedenen Kulturen finden sich auch interessante volkstümliche Beobachtungen, denen zufolge manche Tiere in der Natur selbst Gebiete aufgesucht haben sollen, in denen Blutegel leben. Solche Geschichten zeugen von der langen Verbundenheit zwischen Mensch, Tier und diesem ungewöhnlichen, aber äußerst faszinierenden Lebewesen.
Wichtig: Blutegeltherapien bei Tieren sollten nur mit entsprechendem Fachwissen sowie unter Beachtung tierärztlicher Empfehlungen und möglicher Kontraindikationen durchgeführt werden.

