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Kontraindikationen

Sicherheit steht immer an erster Stelle. Vor der ersten Behandlung ist ein ausführliches Gespräch über den Gesundheitszustand, verschriebene Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel sowie etwaige frühere Reaktionen auf Blutegeltherapien erforderlich.

Die Hirudotherapie wird nicht durchgeführt, wenn ein erhöhtes Risiko für Blutungen, Infektionen oder eine erschwerte Wundheilung besteht oder wenn die Behandlung aufgrund des Gesundheitszustands ungeeignet wäre.

Die Hirudotherapie führen wir nicht durch bei:

  • Einnahme antithrombotischer Medikamente, einschließlich Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmern;
  • Hämophilie, Blutgerinnungsstörungen sowie anderen Bluterkrankungen;
  • Leukämie, Morbus Kahler beziehungsweise multiplem Myelom, Lymphom und anderen hämatoonkologischen Erkrankungen;
  • onkologischen Erkrankungen;
  • Blutarmut beziehungsweise erheblich verändertem Blutbild;
  • inneren Blutungen, aktivem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür sowie akuter Gastritis;
  • sehr niedrigem Blutdruck, insbesondere unter 90/60 mmHg;
  • ausgeprägt geschwächtem Immunsystem, zum Beispiel bei Chemotherapie oder anderen schwereren immungeschwächten Zuständen;
  • schweren systemischen Erkrankungen, fortgeschrittener Nierenschädigung oder Dialyse;
  • arterieller Insuffizienz und diabetischer Neuropathie;
  • aktiven Infektionen, Meningitis oder Tuberkulose;
  • bekannter allergischer beziehungsweise Überempfindlichkeitsreaktion auf Blutegel oder deren Sekret;
  • Problemen mit der Wundheilung, insbesondere bei schlecht eingestelltem Diabetes, ausgeprägtem Übergewicht oder langfristiger Behandlung mit Kortikosteroiden;
  • ausgeprägter Neigung zu keloidalen beziehungsweise hypertrophen Narben.

Zusätzliche Sicherheitskriterien

Im Rahmen meines Sicherheitsprotokolls führe ich die Hirudotherapie auch nicht bei Personen mit eingesetztem Herzschrittmacher, elektrischem Rückenmarkstimulator, Stoma oder eingesetztem Katheter durch.

Die Behandlung führe ich ebenso nicht bei Skoliose, bei schwerer depressiver Belastung beziehungsweise während einer Behandlung mit Antidepressiva durch.

Medikamente, die unbedingt anzugeben sind

Geben Sie vor der Behandlung stets alle Medikamente an, auch rezeptfreie, sowie Nahrungsergänzungsmittel.

Zu den antithrombotischen Medikamenten zählen insbesondere:

  • Antikoagulanzien: Warfarin, Acenocoumarol, Dabigatran, Apixaban, Rivaroxaban, Edoxaban, Heparine und Fondaparinux;
  • Thrombozytenaggregationshemmer: Acetylsalicylsäure beziehungsweise Aspirin, Clopidogrel, Prasugrel, Ticagrelor und Dipyridamol.

Geben Sie unbedingt auch Schmerz- und Entzündungsmittel an, wie Ibuprofen, Naproxen oder Diclofenac, sowie Nahrungsergänzungsmittel, zum Beispiel Fischöl, Ginkgo biloba oder Vitamin E.

Setzen Sie Medikamente nicht ab, verringern Sie die Dosierungen nicht und tauschen Sie sie nicht eigenmächtig aus.

Vorbereitung auf die Behandlung

Vermeiden Sie am Tag der Behandlung intensive körperliche Aktivität, wie Fitness, Laufen, Radfahren, Schwimmen oder andere anspruchsvollere sportliche Aktivitäten.

Verzichten Sie vor der Behandlung sowie danach, solange die Applikationsstellen noch bluten, auf Alkohol, Marihuana oder andere psychoaktive Substanzen.

Halten Sie die Applikationsstellen nach der Behandlung sauber und geschützt. Vermeiden Sie, bis sich die Haut vollständig geschlossen hat, das Baden, die Sauna und das Schwimmen in Schwimmbädern oder natürlichen Gewässern.